Tagebuch - Schweizreise
Donnerstag 18. - Samstag20.07.2017

Organisation:  Peter Spohrer
Bericht:  Ellen Weida
Bilder:  Heinz Geggus
             Karlheinz Weida
Hurra - Wir fahren für 3 Tage in die Schweiz. Kühn angelegte Bahntrassen und Straßen, verschneite Berge ist das Ziel. Ein lang gehegter Wunsch wird endlich wahr. Die Wintersportler und Wanderer sind der Meinung, eine Belohnung in dieser Form ist für die jahrelange Treue genau das Richtige.
18.05.2017 7.30 Uhr Treffpunkt am Festplatz. Der Begriff ist dehnbar. Einige warten vor der Mineralix Arena, andere vor der Walzbachhalle. Nachdem die ersten Irritationen beseitigt sind steigen 25 Personen in den Cramer Bus ein. Margareta Schaufelberger ist die Ideengeberin für die Reise und findet in Peter Broschak und dessen Frau Waltraud Partner, die ihre Idee perfekt umsetzten.
Der Bus startet pünktlich in Richtung Süden. Es ist warm und leicht bewölkt. Bei zähflüssigem Verkehr geht es zunächst langsam voran, ehe ein Sektfrühstück mit Brezeln zum ersten Stimmungshoch verhilft. Bei herrlichem Wetter kommen wir bei Radolfzell an den Bodensee. Die Insel Reichenau im Blick, Konstanz passierend, am Bodensee auf der Schweizer Seite entlang bis zum Parkplatz der Raststätte Thal. Im Nu ist entlang des Busses ein Picknick aufgebaut, das alle Wünsche befriedigt. Die Reise geht weiter in Richtung Chur und die eindrucksvolle Kulisse der schneebedeckten Berge rückt immer näher. Weiter geht's durchs Rheintal an Vaduz vorbei, durchs Sarganzer Land, der einzigen Region in der Schweiz in der man Getreide anbaut. Gegen 15 Uhr passieren wir Chur die Hauptstadt Graubündens sowie den Zusammenfluss von Vorder- und Hinterrhein.
Allmählich nähern wir uns dem ersten Höhepunkt unserer Reise, der mehr als 500 m tiefen Via Mala Schlucht. Im Frühjahr 2014 wurde die touristische Infrastruktur des Besucherzentrums erneuert und die Treppenanlage saniert, sodass man mühelos über mehr als 300 Stufen die Besonderheiten der eigenartig bizarren Welt genießen kann, wo sich schäumende Wassermassen durch nur wenige Meter breite Felslücken ergießen. 15 Uhr 30 der Bus hält direkt an der Schlucht, eindrucksvoll. 3,70 p.P. Eintritt, etwa 7 Personen wollen die 350 Treppen nicht hinuntersteigen und schauen sich das Treiben von oben an. Die Felswände sind so hoch, dass man kaum den Himmel sieht. Viele Schautafeln mit Anekdoten rund um die Schlucht geben unter anderem einen Eindruck über die Überquerung der Alpen in früheren Zeiten. Ein holländischer Maler beschrieb die Schlucht im Jahre 1656 wie folgt: Die Viamala sah aus, wie wenn ein Riese mit seinem riesigen Schwert den Felsen entzwei gehauen hätte. Das Wasser wird durch eine Staustufe gelenkt und so ist das Wasser zumindest heute eher zahm, aber man kann sich das auch anders vorstellen, wenn man die ausgewaschenen Steinformationen sieht. Wir fahren weiter hinauf nach Zillis. Dort wollen wir der bekannten Kapelle St. Martin mit ihren unschätzbaren Werten einen Besuch abstatten. Leider sind wir zu spät, die Kapelle ist bereits geschlossen. St. Martin (Zillis).
Über Thusis zurück und von dort zu unserem Etappenziel Tiefencastel. Überschaubarer Ort mit dem Hotel Albula- und Julier bestehend aus zwei Häuser rechts und links der Straße. Direkt vor dem Hotel rauscht der mächtige Albula Fluss mit ohrenbetäubendem Lärm zu Tal und auf der gegenüberliegenden Talseite sehen wir die Rätische Bahn, mit welcher wir am anderen Morgen den nächsten Höhepunkt erleben sollen. Der Hotelier verteilt bereits im Bus die Schlüsselkarten für die Zimmer, alles geht schnell und reibungslos vonstatten. Im Zimmer können wir uns von der Qualität der Fenster überzeugen, die eine erhebliche Lärmreduzierung zu Wege bringen.