Frühligswanderung im Kraichgau
23.03.2019 10,6 km

Organisation:  Karlheinz Weida
Bericht:  Ellen Weida
Bilder:  Karlheinz Weida
             
Frühjahrswanderung im Kraichgau 3 Stunden Gehzeit Die Menschen zieht es nach langer Winterzeit aus ihren Wohnungen hinaus in die Natur. Diesen Drang machte sich Karlheinz Weida zu Nutze, als er seinen Wanderfreunden diese Tour anbot, um mit ihm zusammen den Frühling zu begrüßen.
In der Bahn nach Gochsheim saßen schon drei der Freunde und am Bahnhof in Weingarten 9Uhr 02, gesellten sich noch weitere 13 hinzu. Am Morgen hat es noch unter 10°C, aber der Wetterbericht sagt den schönsten und wärmsten Tag des bisherigen Jahres voraus.
Mit viel Vorfreude starten wir am Bahnhof in Gochsheim 9.40 Uhr die Tour. Hoch oben grüßt das Graf-Eberstein-Schloss von Gochsheim zu uns herüber. Das Museumsdorf gehört heute allerdings nicht zu unserem Programm.
Wir folgen dem Weg mit dem blauen Fisch in Richtung Naturschutzgebiet "Tongrube Gochsheim" und bald darauf steigen wir einen wunderschönen Hohlweg hinauf. Ein typisches Kulturlandschaftselement im Kraichgauer Löss. Über Jahrhunderte hin, wühlten die schweren Räder der Fuhrwerke und die Hufe der Zugtiere den porösen Boden auf. Oben angekommen gönnen wir uns bei einer Bank eine Verschnaufpause und blicken auf Gochsheim, Münzesheim, Oberacker und die Landschaft. Das Land der tausend Hügel- so lautet eine der häufigsten Umschreibungen für den Kraichgau. Weiter geht es auf dem Fischweg parallel zur Landstraße - hier passieren wir mit 242m den höchsten Punkt unserer Wanderung - bis zum Waldrand. Hörbar gelangen wir nun in den Bereich der Schnellbahntrasse Mannheim-Stuttgart. Doch zunächst wenden wir uns einem versteckten Brunnen zu, der sich für eine kurze Mittagspause anbot. Bis Ende der 30er Jahre gab es hier eine sprudelnde Quelle. Das lauschige Plätzchen wird durch die kleine Schnapsverköstigung noch lauschiger und Karlheinz findet noch Zeit von den ersten Frühlingsboten Fotos zu machen. Dann führt der Wanderweg ein kurzes Stück entlang der Schnellbahntrasse, deren gigantische Ausmaße erstaunen. Die Strecke ist 99 km lang, ist für eine Geschwindigkeit von 280 Stundenkilometer zugelassen und umfasst 15 Tunnels und mehr als 90 Brücken. Als wir den Wald verlassen kommen wir leider zu spät. Eine Gruppe von Gleitschirmflieger sind gerade dabei ihre Schirme zusammen zu packen. Wir wandern weiter und bergab erreichen wir die Fischzuchtanlage Haubruch von Rainer Abele. Die ausgemachte Zeit war 13Uhr30 und der Grill war schon angeheizt. Wir werden freundlich empfangen. Es ist eine zünftige, lockere Atmosphäre. Unkompliziert stellt man Getränke zur Selbstbedienung auf den Tisch, ebenso wird mit Bezahlung verfahren. Man muss nicht lange warten bis die ersten Forellen und Würste ihre Abnehmer finden. Das Essen war sehr gut und die offene Art von Reiner Abele erzeugt eine großartige Stimmung. Schließlich ist es nach zwei Stunden schwierig ein Ende zu finden, doch die Bahn in Münzesheim wartet nicht auf uns. Mit einigen Informationen zur Fischzucht werden wir verabschiedet.
Wir schlendern gemütlich durch Münzesheim und bestaunen schön restaurierte Fachwerkhäuser. Karlheinz gibt noch eine kurze Info über die Mühle, ehe wir in den Zug nach Weingarten einsteigen.
Es war wirklich ein gelungener Tag.